Mahler VIII Konzerteinführung jeweils 45 Minuten
vor Beginn im Kleinen Saal
Rudolf-Oetker-Halle
Beschreibung
«Können Sie sich eine Symphonie vorstellen, die von Anfang bis Ende durchgesungen wird? (…) Es ist doch eigentlich merkwürdig, dass niemand bisher auf diese Idee verfallen ist – es ist doch das Ei des Kolumbus, die ‚Symphonie an sich’, in der das schönste Instrument, das es gibt, seiner Bestimmung zugeführt wird…», schrieb Gustav Mahler seinem Biografen Richard Specht. Mahlers Achte, die Symphonie der Tausend, ist wahrhaft ein Unikat in der Musikgeschichte, vorbereitet von Beethovens Neunter. Im bis dahin unerhörten Jubel des Hymnus Veni, creator spiritus («Komm, Schöpfer Geist») und dem zweiten Teil, der scheinbar ganz heterogenen «Antwort» hierauf, der Schlussszene aus Goethes Faust II, steigert sich die in allen Mahler- Symphonien omnipräsente Weltanschauung zu einer gewaltig dimensionierten, gleichwohl mystischen Suche nach den letzten Dingen. «Es ist das Größte, was ich bis jetzt gemacht. Und so eigenartig in Inhalt und Form, dass sich darüber gar nicht schreiben lässt. – Denken Sie sich, dass das Universum zu tönen und zu klingen beginnt. Es sind nicht mehr menschliche Stimmen, sondern Planeten und Sonnen, welche kreisen», so Mahler 1906 an Willem Mengelberg. Peter Kuhns Abschiedskonzert als Bielefelds Generalmusikdirektor vereint Sängerscharen aus mehreren Bielefelder Chören mit Solisten und Chören des Theater Bielefeld, außerdem «sein» neues Orchester, die Bergischen Symphoniker, mit den Bielefelder Philharmonikern – Gegenbesuch erwünscht!
Gustav Mahler (1860 —1911)
Symphonie Nr. 8 Es-Dur «Symphonie der Tausend»
Ensemble Bielefelder PhilharmonikerMusikverein BielefeldBergische Symphoniker Chor OratorienchorChor der Universität BielefeldKnabenchor der Chorakademie am Konzerthaus DortmundExtrachor des Theater BielefeldBielefelder Opernchor