Eine Familie (August: Osage County)
Tracy Letts
Deutsch von Anna Opel
Spieldauer: 210 Min.
Stadttheater
Der 69 jährige Beverly Weston, einst preisgekrönter Dichter und Hochschullehrer, heute Pensionär und Vollzeitalkoholiker, hat genug. Seine Frau Violet ist krank und tablettensüchtig, und die Kinder haben das große Landhaus in Oklahoma längst verlassen. Eine Haushalts- und Überlebenshilfe muss her. Und diese findet Beverly in der Indianerin Johnna. Doch dann verschwindet Beverly ganz plötzlich. Violet muss den ganzen Familienclan herbeirufen. Und als das Familien-oberhaupt schließlich tot aufgefunden wird, brechen alle Dämme: Da ist Barbara, die älteste Tochter, die die Seitensprünge ihres Mannes nicht mehr ertragen will; Ivy, die mittlere, die eine »verbotene Liebe« pflegt, und die Jüngste Karen, die nach Florida geflüchtet ist. Und dann ist da noch Tante Mattie Fae, die seit 37 Jahren das dunkelste aller Geheimnisse in sich trägt, aber Violet weiß schon längst Bescheid...
Tracy Letts hat mit
Eine Familie (August: Osage County) ein modernes Familienepos mit einzigartigen Figuren und großem Wiedererkennungswert geschrieben. Letts verbindet die amerikanische Dramentradition mit der schwarzen Komödie: Das Familienfest wird zum Schlachtfeld familiärer Konflikte.
Der 1965 geborene amerikanische Schauspieler und Dramatiker Tracy Letts gehört zur berühmten Steppenwolf Theatre Company in Chicago.
Eine Familie (August: Osage County) wurde mit dem Pulitzer Preis und Tony Award 2008 ausgezeichnet. Die deutschsprachige Erstaufführung fand im Oktober 2008 am Nationaltheater Mannheim statt.
Die VHS Bielefeld bietet Begleitseminare an. Weitere Infos unter
www.vhs-bielefeld.de
EINE FAMILIE (AUGUST: OSAGE COUNTY) Videoausschnitt
Inszenierung
Michael HeicksAusstattung
Ilona LenkDramaturgie
Claudia LowinAusstattungsassistenz
Denise SchaapRegieassistenz
Nora von Linden Violet Weston
Therese BergerBarbara
Carmen PriegoBill, ihr Mann
Thomas WolffJean
Julia FriedeIvy Weston
Christina HuckleKaren Weston
Nicole LippoldMattie Fae, Violets Schwester
Verena ReichhardtCharlie, Mattie Faes Mann
Harald GiecheLittle Charles
Thomas WehlingJohnna, Indianerin
Silvia WeiskopfSheriff Deon Gilbeau
Stefan ImholzSteve Heidebrecht, Karens Verlobter
Guido Wachter »Eine Steilvorlage, die Intendant Michael Heicks und sein bis in die Nebenrollen glänzend aufspielendes Ensemble (...) sicher verwandelt haben - in ein faszinierendes Theaterstück, das auf dem schmalen Grat zwischen Entsetzen und bitterbösem, schwarzem Humor balanciert. Theater vom Feinsten.«
Neue Westfälische, 15.02.10
3 Kommentare gefunden.
- Jürgen Fuchs Di, 25.05.10 18:53 Uhr
- Amerikanische Dramatiker sehen nicht selten die Mittelschichtfamilie als eine Ansammlung mehr oder weniger gestörter Psychopathen an, da kommt dann je nach Größe der Familie einiges zusammen, so auch in diesem Stück, was die Inszenierung zu einer besonderen Herausforderung macht. Das Stück wird großartig inszeniert und gespielt. Wieder einmal ein überzeugendes Bühnenbild, ein gekonnter Einsatz der Drehbühne, der dem zur Ausuferung neigenden Stück Struktur gibt, eine unprätentiöse stimmige Gesamtinszenierung. Überragende schauspielerische Leistungen von Therese Berger und Carmen Priego, Julia Fried, mit deren Verpflichtung das Bielefelder Theater offenbar alles richtig gemacht hat, spielt eine Vierzehnjährige mit einer kaum für möglich gehaltenen Authentizität. Alle Spielenden erreichen hohes Niveau. Diese Inszenierung ist einmal mehr ein Beweis für die Existenz des „fabelhaften Ensembles“ ( Frankfurter Rundschau vom 28.4.2010) des Bielefelder Theaters, das offensichtlich zunehmend auch außerhalb Bielefelds als solches wahrgenommen wird.
- paula Di, 23.03.10 20:15 Uhr
- Ich war mit meiner KLasse in dem Theaterstück eine Familie.
Ich finde das Stück eigentlich ganz gut. Besonders die Musikeinlagen sind intressant und abwechslungsreich.
Doch ich finde die Szenen im allgemeinen viel zu lang gezogen und bin der Meinung das es insgesamt zu lang geht.
Ansonstens wär das Stück perfekt.Denn es ist sehr unterhaltsam
- Jasmin Handwerk Di, 09.03.10 17:34 Uhr
- Interessantes Stück mit brillianter Schauspielkunst. Allerdings ist der Streit zwischen den Personen auf Dauer etwas anstrengend, da er meist schreiend ausgetragen wird.