Keyvisual Theaterstück

Nietzsche / Delius / Strauss

7. Symphoniekonzert 

Beschreibung

In Kooperation mit dem Sinfonieorchester Münster  

Friedrich Nietzsche Hymnus an das Leben // Frederick Delius Requiem // Richard Strauss Also sprach Zarathustra

Für Nietzsche – gewissermaßen der Reibepunkt der deutschen Intelligenzija – definierte sich Musik als existenzielles, gleichwohl immaterielles Muss des Lebens; ein Sein ohne Musik wäre im Sinne des Philosophen ein Irrtum. Zeitlebens rieb sich der Diagnostiker, Kritiker und Utopist an der Musikgeschichte, schuf aber auch eigene Werke, wie den Hymnus an das Leben, von dem sich der Philosoph nicht wenig selbstgefällig erwartete, dass dieser »in irgendwelcher nahen oder fernen Zukunft, zu meinem Gedächtnisse gesungen werde, zum Gedächtnisse eines Philosophen, der keine Gegenwart gehabt hat und eigentlich nicht einmal hat haben wollen.« Existentielles verhandelt auch das Delius’sche Requiem, das sich entgegen der Namensgebung nicht als geistliches, sondern vielmehr als Opus für die Wirklichkeit und das Allumfassende versteht. Das »fünfte Evangelium« Nietzsches, das den inneren Fluchtpunkt des Philosophen markiert – »Was liegt am Glücke! antwortete er [Zarathustra], ich trachte lange nicht mehr nach Glücke, ich trachte nach meinem Werke.« –, inspirierte Strauss zu seiner vielleicht zentralen Tondichtung Also sprach Zarathustra. Strauss vertont hier seine Auffassung der philosophischen Dichtung, in welcher Zarathustra die Vision des »Übermenschen« aufrollt, der mit Macht und Willen das Leben und somit die Welt erstärkt. – Ein Schock für das Publikum der Zeit. Doch die Tondichtung des jungen Komponisten feiert den Rausch des Seins, eine Apotheose von Macht, und ist, auch bei jeder zu Recht kritischen Betrachtung der Vorlage, alles in allem eine überdimensionale sinfonische Fantasie … oder wie es Strauss formulierte: Symphonischer Optimismus!

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