Keyvisual Theaterstück

Ives / Hyldgaard / Beethoven

5. Symphoniekonzert

Beschreibung

Charles Ives Three Places in New England // Søren Hyldgaard Concerto Borealis // Ludwig van Beethoven Sinfonie Nr. 5 c-Moll

Verträumt patriotisch, rück- und dennoch vorwärtsblickend und ein ganz klein wenig revolutionär könnten die Werke Beethovens und Ives’ charakterisiert werden, die das  Werk von Søren Hyldgaard für Bassposaune und Orchester in diesem Februarkonzert einrahmen. Hyldgaards Kompositionen sind dem cineastischen Publikum vertraut, schließlich waren Filme mit seiner Musik u. a. bereits für den Oscar nominiert, so z. B. When Life Departs. Die klangliche Ruhe, die ruhenden Klänge – beides vereint sich in Hyldgaards Musik. Der Neu-Engländer Ives, für den das Komponieren irgendwo zwischen Hobby, Nebenverdienst und mal eben die amerikanische Avantgarde begründen angesiedelt war, verweist in seinen Three Places in New England auf seine Heimat, die verbliebenen Impressionen und zitiert folgerichtig aus volksnahen, aber auch sakralen Melodien der Region. Patriotische Weisen aus der Bürgerkriegszeit führen zu heroischen Kindheitsfantasien – nicht ohne den berühmten Yankee Doodle irrwitzig in diese Erinnerungen einfließen zu lassen –, nur um final einen Sonntagsspaziergang ins Gedächtnis zu rufen, der von ruhenden Eindrücken mit sakralem Flair geprägt scheint. Dreimal G, einmal Es – das sind die Töne, die Weltgeschichte schrieben. So simpel, so einprägsam der Beginn von Beethovens Opus 67 auch sein mag, so energisch führt er dieses Motiv durch die 4-sätzige Form. Die Fünfte versteht sich – natürlich über und durch ihre Interpreten – als Wesen des Menschseins, als revolutionäres Sinnbild gegen Unterdrückung und Unterjochung. Und schlussendlich bzw. ursprünglich sind es nur drei Töne, die mannigfaltige Gedankenspiele, Assoziationen und Empfindungen seit jeher provozieren.

Besetzung

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